Teenagerin greift nach Smartphone in der Nacht (KI; ChatGPT)
Schlaf & Psyche · Kapitel 09

Wenn das Smartphone
schlafen verhindert

Schlafmangel durch Mediennutzung mit messbaren Folgen für die psychische Gesundheit Jugendlicher.

42 %Schlafprobleme wöchentlich
30 %morgens müde durchs Scrollen
33 %fühlen sich einsam
Schlaf & Psyche
09
42 %

42 % der Schulkinder leiden regelmäßig unter Ein- und Durchschlafproblemen. Davon sind besonders Mädchen und ältere Jugendliche betroffen.

DAK Präventionsradar 2025mindful.media
Schlaf & Psyche
09
30 %

30 % der Jugendlichen sind morgens oft müde, weil sie ihr Handy nachts zu spät aus der Hand legen. Die Selbstregulierung fällt vielen schwer.

JIM-Studie 2025, mpfsmindful.media
Schlaf & Psyche
09
Psychosomatische Beschwerden
Erschöpfung
Schlafprobleme
Einsamkeit
Mädchen und sozial benachteiligte Jugendliche
stärker betroffen

65 % der Schulkinder sind wöchentlich erschöpft. Mädchen und ältere Jugendliche sind besonders belastet.

DAK Präventionsradar 2025mindful.media
Schlaf & Psyche
09
Depressive Symptome
17 %
Mädchen
Jungen

Jedes vierte Mädchen (27 %) zeigt depressive Symptome. Bei Jungen ist es nur jeder Vierzehnte (7 %).

DAK Präventionsradar 2025mindful.media
Schlaf & Psyche
09
Einsamkeit
33 %
Mädchen
Jungen

Mädchen fühlen sich deutlich häufiger einsam als Jungen. Am stärksten betroffen:
Mädchen mit niedrigem Sozialstatus (57–60 %).

DAK Präventionsradar 2025mindful.media
Schlaf & Psyche
09
Vermindertes Wohlbefinden nach Gesundheitskompetenz
Niedrige Kompetenz
Hohe Kompetenz
Gesundheitskompetenz wirkt messbar schützend

Jugendliche mit hoher Gesundheitskompetenz berichten deutlich seltener über vermindertes Wohlbefinden (27 %) als jene mit niedriger Kompetenz (45 %).

DAK Präventionsradar 2025mindful.media

Quellen: DAK Präventionsradar 2025 (Schlaf & Gesundheit) · JIM-Studie 2025, mpfs
Stand: August 2026

Einordnung & Erfahrungen · Kapitel 09

Wenn das Smartphone den Schlaf verdrängt

Erschöpfung sehe ich im Unterricht fast täglich: Verspätungen in der ersten Stunde, Köpfe auf den Tischen in späteren Stunden, Konzentrationsschwierigkeiten und Gereiztheit. Ob dahinter tatsächlich die in der Studie beschriebene geschlechtsspezifische Kluft steckt, kann ich aus dem Klassenzimmer heraus nicht beurteilen, dafür fehlt mir der direkte Vergleich.
Was ich jedoch beobachten kann:
Soziale Herkunft spielt beim Thema Einsamkeit durchaus eine Rolle, auch wenn die Studie diesen Zusammenhang nur andeutet. Wer weniger finanzielle Möglichkeiten für Vereine, Hobbys oder gemeinsame Unternehmungen hat, ist möglicherweise stärker auf digitale Kontakte angewiesen. Gleichzeitig kann passives Scrollen durch die Hochglanzversionen des Lebens anderer Einsamkeitsgefühle eher verstärken, als sie zu lindern. Die Fähigkeit zur Selbstregulation beim Bildschirmkonsum thematisiere ich deshalb aktiv, vor allem in unseren Medien-Klassenratsstunden. Gerade dort funktioniert das offene Gespräch ohne Druck besonders gut. Eltern, deren Kind das Smartphone abends kaum aus der Hand legen kann, würde ich zunächst sagen: Das ist nicht einfach ein Willensproblem. Digitale Medien sind darauf ausgelegt, Aufmerksamkeit zu binden. Benachrichtigungen, Likes, neue Inhalte und die Erwartung einer nächsten Belohnung können es schwer machen, die Nutzung gerade dann zu beenden, wenn eigentlich Schlafenszeit wäre. Wirksamer als ständige Verbote ist aus meiner Sicht eine feste Struktur, die für die ganze Familie gilt: Bildschirme mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen beiseitelegen und Smartphones außerhalb des Kinderzimmers aufladen.
Und zwar für alle.
Wenn dieselben Regeln auch für die Erwachsenen gelten, wird daraus weniger eine Kontrolle des Kindes als eine gemeinsame Familienroutine. Das nimmt dem Thema die Konfrontation und macht gesunden Medienumgang zu etwas, das die ganze Familie gemeinsam praktiziert.

Wissen ist der erste Schritt.
Handeln ist der zweite.

mindful.media setzt genau dort an, wo die Kommission es empfiehlt:
mit niedrigschwelliger Begleitung für Familien und evidenzbasierter Prävention für Einrichtungen.

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klicksafe.deEU-Initiative für Medienkompetenz – Infos, Unterrichtsmaterialien, Kampagnen für Kinder, Eltern & Lehrkräfte→ klicksafe.de
schau-hin.infoInitiative von ARD, ZDF, Bundesregierung – Mediennutzung von Kindern und Tipps für Eltern→ schau-hin.info
handysektor.deMedienanstalt NRW – Ratgeber rund um Smartphones und Apps für Jugendliche und Eltern→ handysektor.de
youngdata.deJugendportal zu Datenschutz und digitalen Rechten – für Jugendliche ab ca. 12 Jahren→ youngdata.de
internet-abc.dePlattform für Erstnutzer:innen: kindgerechte Erklärungen, Elterntipps und Materialien→ internet-abc.de
elternguide.onlineSchnelle, praxisnahe Informationen zu Apps, Spielen und Plattformen – speziell für Eltern→ elternguide.online
jugendschutz.netClearingstelle Jugendmedienschutz – prüft und beobachtet Inhalte im Netz→ jugendschutz.net
juuuport.dePeer-Beratung von Jugendlichen für Jugendliche – Online-Beratung bei Cybermobbing u. a.→ juuuport.de
feelok.deGesundheitsportal für Jugendliche – u. a. Themen Stress, Sucht, Medienwelt→ feelok.de
fragfinn.deKinderfreundliche Suchmaschine (6–12 J.) – nur geprüfte Seiten, keine Werbung→ fragfinn.de
medien-kindersicher.deAnleitungen zur Einrichtung von Kindersicherungen auf allen gängigen Geräten und Plattformen→ medien-kindersicher.de
AngebotTelefon / KontaktZielgruppe & Zeiten
Nummer gegen Kummer
– Kinder & Jugendliche
116 111kostenlosMo–Sa 14–20 UhrFür Kinder und Jugendliche, die Rat und ein offenes Ohr suchen
Nummer gegen Kummer
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0800 111 0 550kostenlosMo–Fr 9–17 Uhr, Di & Do bis 19 UhrBeratung für Eltern bei Erziehungsfragen und Familienproblemen
Telefonseelsorge0800 111 0 111kostenlos
0800 111 0 22224/7 – rund um die Uhr
Anonyme Krisenberatung für alle Menschen, jeden Tag, zu jeder Stunde
mediensuchthilfe.info→ mediensuchthilfe.infoOnline-Beratung & SelbsthilfeInformationen und Beratung bei problematischer Mediennutzung und digitaler Sucht
Weisser Ring116 006kostenlostäglich 7–22 Uhr – Opfer-TelefonSoforthilfe für Kriminalitätsopfer – auch bei Online-Betrug und digitaler Gewalt
HateAid→ hateaid.orgBeratung & rechtliche UnterstützungHilfe bei digitaler Gewalt, Hass im Netz und Deepfakes
DHS Suchtberatung
(Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen)
→ dhs.de/suchthilfe/suchtberatungBundesweite BeratungsstellensucheBundesweite Suchtberatung inkl. Medienabhängigkeit – anonym und kostenlos
StelleZuständigkeitKontakt
BKA – BundeskriminalamtMeldung strafbarer Inhalte im Internet (Kindesmissbrauch, Terrorismus u. a.)→ bka.de
Internet-BeschwerdestelleGemeinsame Beschwerdestelle von eco & FSM – illegale und jugendschutzrelevante Inhalte melden→ internet-beschwerdestelle.de
jugendschutz.net – MeldestelleMeldung von Inhalten, die Kinder und Jugendliche gefährden→ jugendschutz.net/meldestelle
BKA – Meldestelle Hetze im InternetZentrale Meldestelle für strafbare Hetze und Gewaltaufrufe im Netz→ bka.de/meldestelle-hetze
REspect! im NetzAnlaufstelle gegen digitale Gewalt und Diskriminierung – Jugendstiftung Baden-Württemberg→ respectimnetz.de
eco – BeschwerdestelleVerband der Internetwirtschaft – Beschwerden zu illegalen Online-Inhaltenbeschwerden@eco.de
Medienanstalt Hamburg/SHZuständige Landesmedienanstalt für Hamburg und Schleswig-Holstein→ ma-hsh.de
OrganisationSchwerpunktLink
Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)Bundesweite Verbraucherberatung inkl. digitale Dienste, Abzocke und AGB-Fragen→ vzbv.de
Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh)Lokale Beratung in Hamburg – persönlich, telefonisch und online→ vzhh.de
Datenschutz HamburgHamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit – Beschwerden und Beratung→ datenschutz.hamburg.de
Unabhängiges Datenschutzzentrum SHDatenschutzaufsicht für Schleswig-Holstein inkl. Schulen und öffentliche Stellen→ datenschutzzentrum.de
BfDI – Bundesbeauftragter für DatenschutzBundesbehörde für Datenschutz und Informationsfreiheit – Beschwerde und Auskunft→ bfdi.bund.de
Digitalcourage e. V.NGO für digitale Grundrechte – Kampagnen, Beratung, Datenschutz-Ratgeber→ digitalcourage.de

Stand: Juni 2026 · Zusammengestellt von mindful.media

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