Zwei Perspektiven.
Ein Ziel.
Medienpädagogik und systemische Therapie ergänzen sich, wie wir finden, genau dort, wo viele Familien und Institutionen es heute dringend brauchen.
Wir sind:
Charlott
Systemische Therapeutin (DGSF)Was für Erwachsene werden aus unseren Kindern und wie sieht ein menschliches Miteinander zukünftig aus, wenn wir nicht bewusst mit Medien, KI und Co. umgehen? Diese Frage lässt mich schon länger nicht mehr los, als Therapeutin, aber vor allem als Mutter.
Ich bin systemische Familientherapeutin und arbeite darüber hinaus als Supervisorin mit pädagogischen Fachkräften. Meine Arbeit trägt eine Vision: eine Welt, in der Kinder verbunden, selbstbewusst und erforschend aufwachsen können, weil sie genau das auch in uns Erwachsenen erleben.
Zu meinen Klient:innen sage ich oft: Was du dir bewusst machst, verliert an Kraft. Das gilt auch für Social Media, KI und die zunehmende Digitalisierung unseres Alltags. Viele Herausforderungen der digitalen Lebenswelt entstehen dort, wo etwas unbewusst mitschwingt, unerkannt oder ungewusst ist. Mehr Klarheit und Verständnis helfen uns, gemeinsam gute und sichere Wege zu finden, für euch als Familie ebenso wie für euch als Institution.
Mir ist es ein großes Anliegen, Kinder und Jugendliche in ihrem Selbstwert so zu stärken, dass sie den psychologischen Mechanismen, die Medien in uns ansprechen, etwas aus sich selbst heraus entgegensetzen, dass sie achtsam und klar sein können. Aus meiner Erfahrung heraus braucht es dafür vor allem eines: sichere Bindungen, in denen sie sich ausprobieren dürfen und denen sie sich zuwenden können.
Ich bin Lehrer an einer Hamburger Schule und beschäftige mich seit langem intensiv mit digitalen Medien und ihren Auswirkungen auf Kinder, Jugendliche und den Unterricht.
Als Vater geht mir dieses Thema auch persönlich nahe: Ich sehe im Schulalltag, wie rasant sich die digitale Welt verändert, und zwar mit allen Chancen und Herausforderungen, die damit verbunden sind. Mein Sohn ist noch klein und dennoch hat er bereits etliche Berührungspunkte mit dieser digitalen Welt, auch wir als Eltern sind mit den Herausforderungen dieser Welt konfrontiert. Daher möchte ich ihn mit Weitsicht durch den digitalen Dschungel begleiten und ihn auf seinem Weg zur Medienmündigkeit stärken.
Diese Verbindung aus persönlicher Betroffenheit und pädagogischer Erfahrung ist einer der Gründe, warum wir mindful.media gegründet haben.
Meine Aufgabe ist es, Eltern, Schulen und junge Menschen dabei zu unterstützen, digitalen Herausforderungen nicht mit Angst, sondern mit Klarheit, Wissen, Beziehung und Handlungssicherheit zu begegnen. Gleichzeitig geht es mir darum, die Chancen der Digitalisierung sichtbar zu machen und konstruktiv zu nutzen. Ich verbinde pädagogische Erfahrung mit meiner persönlichen Perspektive als Vater und der Überzeugung, dass hinter digitalem Verhalten immer ein Mensch mit Bedürfnissen steht.
LehrerSertaç
Was wir wollen:
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Wir stellen uns eine Welt vor, in der Kinder sicher, verbunden und frei aufwachsen, da die Erwachsenen um sie herum es vorleben: sicher im Umgang mit der digitalen Welt, verbunden in ihren Familien, frei in dem, wie sie sich bewegen, wählen und ausdrücken. Eine Welt, in der sich Menschen mit dieser Welt auseinandersetzen und miteinander verbunden bleiben, statt sich in digitaler Zerstreuung zu verlieren.
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Wir begleiten Familien, Schulen und pädagogische Einrichtungen dabei,
die digitale Lebenswelt zu verstehen,
Risiken frühzeitig zu erkennen,
Kinder sicher, beziehungsstark und kompetent zu begleiten,
Wissen und Bindung so zusammenzubringen, dass daraus echte digitale Souveränität entsteht.
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Wir halten Dinge gerne einfach, klug und menschlich. Am Anfang eines jeden Projekts steht das Zuhören, am Ende etwas, auf das wir stolz sind.
Unser Ansatz verbindet zwei Perspektiven, die gemeinsam eine enorme Chance bieten: Medienpädagogik und systemische Familienarbeit. Wir setzen auf Prävention statt Reaktion und möchten Familien und Schulen stärken, bevor digitale Konflikte eskalieren. Dabei zählt für uns Beziehung mehr als Kontrolle, also Vertrauen und Gesprächsfähigkeit statt nur Regeln und technische Einstellungen.
Und wir schauen immer auf das ganze System. Hinter digitalem Verhalten steht ein Mensch mit Bedürfnissen, eingebettet in seine Familie, seine Schule, sein Umfeld. Ein Kind, das stundenlang scrollt, hat selten ein Problem, das allein im Kind liegt. Oft spiegelt sich darin auch, wie in der Familie kommuniziert wird, welche Vorbilder es gibt, welcher Druck von außen wirkt. Deshalb setzen wir nie nur beim Verhalten des Kindes an. Wir schauen auf die Beziehungen und Strukturen drumherum, denn nur dort lässt sich wirklich etwas verändern.
Dabei bleiben wir wissenschaftlich fundiert und zugleich wertfrei: Es gibt nicht die eine richtige Familie, den einen richtigen Umgang mit Medien. Es gibt viele Wege, die passen können, und wir helfen dabei, den zu finden, der zu euch gehört.
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Unsere Werte ziehen sich durch alles, was wir tun und entscheiden:
Verbindung durch Weitsicht, Menschlichkeit, Bewusstheit und Vertrauen. -
mindful.media ist aus eigenen Erfahrungen entstanden, aus eigenen Bedürfnissen, insbesondere als Eltern, aus unseren beruflichen Motivationen und aus etlichen Gesprächen über unsere Zukunft als Paar, als Familie, als Gesellschaft. Bevor wir uns hier treffen konnten, haben wir unsere ganz eigenen medialen Erfahrungen gemacht, jede und jeder auf seine Weise.
Charlotts Geschichte:
In meiner Kindheit haben die damaligen Medien eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Ich habe auch immer gerne mal Serien geschaut, aber die Faszination hat mich bis heute nicht wirklich eingeholt.
An unseren ersten Computer zuhause erinnere ich mich aber noch genau: ein Weihnachtsgeschenk, in das meine Eltern viel investiert hatten und auf das sie sicherlich sehr stolz waren. Mein Bruder und ich wussten zunächst allerdings gar nicht, was wir damit anfangen sollten.
In Zeiten von ICQ und den ersten Vorläufern sozialer Netzwerke hat mich das Interesse mehr gepackt, aber es blieb mir fremd, ewig lange an den Geräten zu sitzen. Ich glaube, zum Teil ist das einfach, wie ich ticke, und einen Anteil wird auch unsere Familiendynamik ausgemacht haben. Ich wusste, wenn PC und Fernseher aus waren, bleibe ich weiterhin in Kontakt. Es gab immer jemanden zuhause, dem ich mich zuwenden konnte, und ich musste mir online nichts abholen.
Mit dem ersten eigenen Handy, und mit der Pubertät, wurde das anders. Rückblickend bin ich froh, dass mein Display zwei Zeilen hatte und ich für eine Nachricht endlos scrollen musste, statt Zugang zu dem zu haben, was Smartphones heute bieten. Keine Vergleichsplattformen, keine Flut an Bildern und Reizen. Ich hatte mit dem Erwachsenwerden und den damit verbundenen Unsicherheiten auch so schon genug zu tun und kann nur erahnen, wie es sich anfühlt, die eigene Identität heute inmitten dieser digitalen Räume finden zu wollen.
Und mit meiner gewählten Arbeit möchte ich nun bewusst an dieser Erfahrung ansetzen: jungen Menschen dabei zu helfen, indem sie beziehungsstarke Erwachsene um sich haben, sich selbst finden und entwickeln zu können, im Kontakt mit sich, nicht mit unzähligen unechten Darstellungen anderer. Denn was ich damals gebraucht hätte, war vor allem eines: Vertrauen in den eigenen Wert und in mich selbst. Und das wächst aus unseren echten Beziehungen und schwankt im digitalen Überangebot.
Während meiner beiden Studienabschlüsse blieben Medien für mich weiterhin nebensächlich, das meiste spielte sich analog ab. Erst als ich für dreieinhalb Jahre nach Neuseeland ging, wurde es fast von heute auf morgen enorm wichtig. Über Blogbeiträge, soziale Medien und Skype hielt ich die Verbindung nach Hause. Ich weiß seitdem, wie wertvoll diese Möglichkeiten sein können, gerade um Bindung zu halten und spürbar zu machen.
Gleichzeitig kenne ich auch die andere Seite: wie Bindung verloren gehen kann, wie sich Erwartungen verschieben, wie Konfliktfähigkeit und die Bereitschaft, sich auseinanderzusetzen, sinken können durch das Überangebot an anderen Bindungen und der Option, sich permanent abzulenken und Bestätigung zu suchen.
Nach meiner Rückkehr begann mein heutiger beruflicher Weg so richtig. Erst als Personalentwicklerin und als Teamcoachin, über meine systemische Ausbildung zur Beraterin und Familientherapeutin, bis hin zu meiner Weiterbildung zur systemischen Aufstellerin. Seit 2021 begleite ich pädagogische Fachkräfte in vielen Lebenslagen. In all meinen Begleitungen, ob im Einzel-, Paar- oder Familiensetting oder im Teamkontext, geht es immer wieder um dasselbe: um unsere Beziehungen. Die, die uns geprägt haben. Und die, in denen wir gerade stehen. Am Ende geht es fast immer um Bindung.
Sertaç’ Geschichte:
Digitale Medien waren für mich nie etwas Fremdes, sondern Teil meines Aufwachsens. Schon als Kind gehörten Fernsehen und die ersten Spielkonsolen selbstverständlich zu meinem Alltag. Manchmal liefen von morgens bis abends Zeichentrickserien und Filme auf dem Bildschirm. Mein Bruder stand zum Beispiel regelmäßig um fünf Uhr morgens auf, um Zeichentrickserien zu schauen, und ich lag oft neben ihm.Auch später habe ich viele Stunden, manchmal ganze Tage und Nächte, allein oder mit Freunden in virtuellen Welten verbracht: in Rollen- und Sportspielen, in denen ich tief eintauchen konnte. Diese Faszination kenne ich also nicht nur aus der Theorie, sondern aus eigener Erfahrung.
Gleichzeitig haben mich diese Erfahrungen geprägt. Ich weiß, welche körperlichen, mentalen, schulischen und beruflichen Auswirkungen eine exzessive Mediennutzung haben kann.
An dieser Stelle könnte man fragen, warum meine Eltern damals nicht stärker reagiert haben. Vermutlich ist es damals wie heute ähnlich: Eltern haben berufliche Verpflichtungen, tragen viele Aufgaben gleichzeitig und bekommen oft nur teilweise mit, was ihre Kinder in ihrer Freizeit machen, wie viel Zeit sie mit digitalen Medien verbringen oder womit sie in Klassenchats, Online-Games, sozialen Medien oder im Internet konfrontiert sind. Hinzu kommt, dass es damals noch deutlich weniger Aufklärung über mögliche Risiken gab.
Im Studium habe ich angefangen, genauer hinzuschauen: In einer Hausarbeit beschäftigte ich mit der Frage, ob gewalthaltige Spiele Kinder und Jugendliche aggressiver oder gewaltbereiter machen. In meiner Masterarbeit ging es darum, ob YouTube-Videos beim Lernen helfen können. Zwei Fragen, die bis heute meinen Blick prägen: Wo liegen die Risiken, und wo die Chancen?
Als Lehrer setze ich digitale Medien seitdem aktiv im Unterricht ein: vom Schreiben einer E-Mail bis zur Arbeit mit KI. Zu Letzterem habe ich bereits mehrere Fortbildungen für mein Kollegium angeboten.
Mit der Gründung einer AG zum Thema Mediensicherheit habe ich gemeinsam mit engagierten Kolleg:innen außerdem einen Ort an meiner Schule geschaffen, an dem wir uns gezielt mit den Risiken und Auswirkungen digitaler Medien beschäftigen. Dort entwickeln wir kontinuierlich Konzepte, um Kinder und Jugendliche aufzuklären, ihnen Anlaufstellen zu bieten und ihre Perspektiven und Bedürfnisse ernst zu nehmen. Aktuell bauen wir eine Social-Media-Sprechstunde auf: einen geschützten Raum, in dem Schüler:innen offen über das sprechen können, was sie online erleben.
Auch hier geht es vor allem um Prävention statt Reaktion. Denn wer aufgeklärt ist, geht sicherer durch die digitale Welt.
Unsere gemeinsame Geschichte:
Mit dem Elternwerden kam neben vielen anderen Fragen auch immer wieder eine auf: In was für einer Welt wird unser Sohn wohl leben, in der es jetzt schon diese rasanten digitalen Fortschritte und Veränderungen gibt? Und gleichermaßen: Wie begleiten wir ihn dabei bestmöglich? Was ist uns eigentlich wichtig, und wo haben wir blinde Flecken?
Gerade bei Sertaç wurde das Thema, auch durch seine schulischen Erfahrungen, immer präsenter, und sein Interesse daran sorgte dafür, dass wir zuhause immer häufiger darüber sprachen. Erste KI-Systeme, das Umherprobieren, der Umgang mit dem ersten Smartphone in befreundeten Familien.
Charlott fehlte in diesen Gesprächen immer wieder ein Aspekt: die Frage nach Beziehungen und wie sie uns auch in der digitalen Welt beeinflussen. Wir sprachen viel über Verantwortung, und Sertaç spürte immer mehr, dass er dieser auch intensiver nachgehen wollte.
Über verschiedene Angebote in der Schule wurde er mit seiner Expertise sichtbarer, und nach einer Einladung in die Elternratssitzung kam er euphorisiert und bestätigt nach Hause: Hier muss mehr passieren.
Aus vielen Küchentischgesprächen wurde nach und nach ein Konzept. Wir haben gemerkt, dass die beiden Perspektiven, die wir jeden Tag mit nach Hause bringen, zusammengehören. Fachliche mediale Expertise und das Wissen um Beziehungs- und Systemdynamiken gehören genau dorthin, wo wir immer wieder viel Rat- und Hilflosigkeit wahrnehmen.
Charlott hat mindful.media auf den Weg gebracht. Sertaç bringt ein, was er täglich in der Schule sieht, und gestaltet die Inhalte mit, neben seiner Arbeit als Lehrer.
Und heute sind wir also nicht nur Teil von mindful.media, sondern immer noch genau das, was uns hierher geführt hat: Eltern, die gute Antworten auf ihre eigenen Fragen suchen.
Unsere Leitlinien sind der Herzstück unserer Arbeit und Grundlage jeder Zusammenarbeit. Wenn wir zusammen arbeiten, heißt das für uns, dass ihr hier mitgeht.
,,Die besten Gespräche über Medien führt man, bevor man sie führen muss.’’
- Sertaç
„Digitale Medienkompetenz entsteht nicht isoliert, sondern in Beziehung, egal in welchem System.“
- Charlott