Was Kinder und Jugendliche
mit Bildschirmen tun
Aktuelle Zahlen aus der JIM-Studie 2025 und der KIM-Studie 2024.
Die Studien zeigen, wer was und wie lange nutzt und wie sich das über die Zeit verändert.
Mit zunehmendem Alter steigt die Bildschirmzeit deutlich:
Von 166 Minuten bei den Jüngsten bis 278 Minuten bei den Ältesten.
Dabei sind Mädchen im Schnitt 8 Minuten länger online.
93 % der 12- bis 19-Jährigen besitzen 2025 ein eigenes Smartphone – 2 Prozentpunkte weniger als 2024 (95 %). Nach Geschlecht: Mädchen 95 %, Jungen 94 %.
Über alle Altersgruppen hinweg schauen Jugendliche regelmäßig Videos im Netz. 12–13-Jährige und 18–19-Jährige tun das am häufigsten (je 85 %),
16–17-Jährige etwas seltener (80 %).
Der Anteil der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren im Netz stieg in zwei Jahren von 62 % auf 70 %.
54 % der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren sind täglich online. 2022 waren es 47 %. Am stärksten wuchs die tägliche Nutzung bei den 8–9-Jährigen
(23 → 40 %). Bei den 12–13-Jährigen ist sie leicht gesunken (72 → 69 %).
Knapp die Hälfte der Kinder besitzt ein eigenes Smartphone.
Jungen (49 %) etwas häufiger als Mädchen (43 %).
Insgesamt sind es 46 % aller 6- bis 13-Jährigen.
68 % der Jugendlichen besitzen einen eigenen Computer oder Laptop.
Das sind 3 Prozentpunkte mehr als 2024. Jungen (72 %) häufiger als Mädchen (58 %). Bei Spielkonsolen ist der Unterschied noch deutlicher: Jungen 59 %, Mädchen 31 %.
Quellen:
JIM-Studie 2025 ·
KIM-Studie 2024
· Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
Stand: August 2026
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Handeln ist der zweite.
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mit niedrigschwelliger Begleitung für Familien und evidenzbasierter Prävention für Einrichtungen.
Hilfe finden
31 kuratierte Anlaufstellen in 4 Kategorien: von Beratungshotlines über Meldestellen bis zu Datenschutzbeauftragten.
Zusammengestellt von mindful.media.
Hier findest du eine Auswahl hilfreicher Anlaufstellen rund um Medien, Beratung, Schutz und Rechte. Sorgfältig zusammengestellt von mindful.media. Klappe einfach die gewünschte Kategorie auf.
| Portal | Beschreibung | Link |
|---|---|---|
| klicksafe.de | EU-Initiative für Medienkompetenz – Infos, Unterrichtsmaterialien, Kampagnen für Kinder, Eltern & Lehrkräfte | → klicksafe.de |
| schau-hin.info | Initiative von ARD, ZDF, Bundesregierung – Mediennutzung von Kindern und Tipps für Eltern | → schau-hin.info |
| handysektor.de | Medienanstalt NRW – Ratgeber rund um Smartphones und Apps für Jugendliche und Eltern | → handysektor.de |
| youngdata.de | Jugendportal zu Datenschutz und digitalen Rechten – für Jugendliche ab ca. 12 Jahren | → youngdata.de |
| internet-abc.de | Plattform für Erstnutzer:innen: kindgerechte Erklärungen, Elterntipps und Materialien | → internet-abc.de |
| elternguide.online | Schnelle, praxisnahe Informationen zu Apps, Spielen und Plattformen – speziell für Eltern | → elternguide.online |
| jugendschutz.net | Clearingstelle Jugendmedienschutz – prüft und beobachtet Inhalte im Netz | → jugendschutz.net |
| juuuport.de | Peer-Beratung von Jugendlichen für Jugendliche – Online-Beratung bei Cybermobbing u. a. | → juuuport.de |
| feelok.de | Gesundheitsportal für Jugendliche – u. a. Themen Stress, Sucht, Medienwelt | → feelok.de |
| fragfinn.de | Kinderfreundliche Suchmaschine (6–12 J.) – nur geprüfte Seiten, keine Werbung | → fragfinn.de |
| medien-kindersicher.de | Anleitungen zur Einrichtung von Kindersicherungen auf allen gängigen Geräten und Plattformen | → medien-kindersicher.de |
| Angebot | Telefon / Kontakt | Zielgruppe & Zeiten |
|---|---|---|
| Nummer gegen Kummer – Kinder & Jugendliche | 116 111kostenlosMo–Sa 14–20 Uhr | Für Kinder und Jugendliche, die Rat und ein offenes Ohr suchen |
| Nummer gegen Kummer – Elterntelefon | 0800 111 0 550kostenlosMo–Fr 9–17 Uhr, Di & Do bis 19 Uhr | Beratung für Eltern bei Erziehungsfragen und Familienproblemen |
| Telefonseelsorge | 0800 111 0 111kostenlos 0800 111 0 22224/7 – rund um die Uhr | Anonyme Krisenberatung für alle Menschen, jeden Tag, zu jeder Stunde |
| mediensuchthilfe.info | → mediensuchthilfe.infoOnline-Beratung & Selbsthilfe | Informationen und Beratung bei problematischer Mediennutzung und digitaler Sucht |
| Weisser Ring | 116 006kostenlostäglich 7–22 Uhr – Opfer-Telefon | Soforthilfe für Kriminalitätsopfer – auch bei Online-Betrug und digitaler Gewalt |
| HateAid | → hateaid.orgBeratung & rechtliche Unterstützung | Hilfe bei digitaler Gewalt, Hass im Netz und Deepfakes |
| DHS Suchtberatung (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen) | → dhs.de/suchthilfe/suchtberatungBundesweite Beratungsstellensuche | Bundesweite Suchtberatung inkl. Medienabhängigkeit – anonym und kostenlos |
| Stelle | Zuständigkeit | Kontakt |
|---|---|---|
| BKA – Bundeskriminalamt | Meldung strafbarer Inhalte im Internet (Kindesmissbrauch, Terrorismus u. a.) | → bka.de |
| Internet-Beschwerdestelle | Gemeinsame Beschwerdestelle von eco & FSM – illegale und jugendschutzrelevante Inhalte melden | → internet-beschwerdestelle.de |
| jugendschutz.net – Meldestelle | Meldung von Inhalten, die Kinder und Jugendliche gefährden | → jugendschutz.net/meldestelle |
| BKA – Meldestelle Hetze im Internet | Zentrale Meldestelle für strafbare Hetze und Gewaltaufrufe im Netz | → bka.de/meldestelle-hetze |
| REspect! im Netz | Anlaufstelle gegen digitale Gewalt und Diskriminierung – Jugendstiftung Baden-Württemberg | → respectimnetz.de |
| eco – Beschwerdestelle | Verband der Internetwirtschaft – Beschwerden zu illegalen Online-Inhalten | beschwerden@eco.de |
| Medienanstalt Hamburg/SH | Zuständige Landesmedienanstalt für Hamburg und Schleswig-Holstein | → ma-hsh.de |
| Organisation | Schwerpunkt | Link |
|---|---|---|
| Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) | Bundesweite Verbraucherberatung inkl. digitale Dienste, Abzocke und AGB-Fragen | → vzbv.de |
| Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) | Lokale Beratung in Hamburg – persönlich, telefonisch und online | → vzhh.de |
| Datenschutz Hamburg | Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit – Beschwerden und Beratung | → datenschutz.hamburg.de |
| Unabhängiges Datenschutzzentrum SH | Datenschutzaufsicht für Schleswig-Holstein inkl. Schulen und öffentliche Stellen | → datenschutzzentrum.de |
| BfDI – Bundesbeauftragter für Datenschutz | Bundesbehörde für Datenschutz und Informationsfreiheit – Beschwerde und Auskunft | → bfdi.bund.de |
| Digitalcourage e. V. | NGO für digitale Grundrechte – Kampagnen, Beratung, Datenschutz-Ratgeber | → digitalcourage.de |
Stand: Juni 2026 · Zusammengestellt von mindful.media
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Einordnung & Erfahrungen · Kapitel 01
Die Zahlen und meine Erfahrung aus dem Schulalltag
Die 231 Minuten aus der JIM-Studie sind ein Durchschnittswert und Durchschnittswerte erzählen oft nur einen Teil der Geschichte. In einer eigenen, nicht repräsentativen Umfrage in meiner 10. Klasse im Schuljahr 2025/26 lag eine Schülerin bei 18,5 Stunden Smartphone-Nutzung innerhalb von 24 Stunden, drei weitere bei rund 16 Stunden. Nur wenige lagen tatsächlich im Bereich des Studienmittelwerts von unter fünf Stunden. Besonders häufig genannt wurden TikTok, WhatsApp, YouTube und Online-Spiele. Wie sich solche Nutzungsgewohnheiten im Alltag zeigen können, habe ich auch auf einer Klassenfahrt erlebt: Ein Schüler verbrachte eine sechsstündige Busfahrt nahezu ohne Unterbrechung mit TikTok.
Im Schulalltag zeigen sich intensive Mediennutzung und möglicherweise damit verbundene Probleme unter anderem durch Müdigkeit, Verspätungen am Morgen oder Konzentrationsschwierigkeiten.
Solche Erfahrungen sind auch ein Grund, warum mich nach Vorträgen regelmäßig Eltern ansprechen, die sich überfordert fühlen und als erste Reaktion über Verbote nachdenken.
Aus meiner Sicht greifen Verbote allein jedoch zu kurz.
Sie schaffen nicht automatisch Verständnis für das eigene Nutzungsverhalten und können Widerstand verstärken. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Frage, wie lange ein Kind am Bildschirm ist, sondern auch, was es dort tut und was diese Nutzung mit ihm macht: Entsteht etwas? Wird gelernt, gespielt, kommuniziert oder kreativ gearbeitet? Oder besteht die Nutzung überwiegend aus passivem Konsum? Gerade dieser Blick auf das „Was“ fehlt, wenn Bildschirmzeit nur in Minuten gemessen wird. Auffällig ist außerdem, dass der Einstieg in digitale Medien immer früher beginnt.
Was die KIM-Studie bereits bei jüngeren Kindern beschreibt, begegnet mir im Schulalltag zunehmend auch bei den Jüngsten.