Für einen Start, mit dem sich alle sicher und wohl fühlen
Erstes Vorgespräch
In 20 Minuten klären wir, wo ihr steht und was ihr euch wünscht.
UnverbindlichReife-Check
Wir gehen gemeinsam durch, was euer Kind schon kann, und finden den passenden Einstieg.
Checkliste vorabEinrichten
Kinderkonto, Bildschirmzeit und Berechtigungen richten wir gemeinsam an eurem Gerät ein.
BegleitendRegeln aushandeln
Ihr verhandelt die Regeln miteinander, wir moderieren. Am Ende steht euer Mediennutzungsvertrag.
Digital festgehaltenNachjustieren
Nach drei Monaten schauen wir noch einmal drauf. Kinder wachsen, Regeln sollten das auch.
Nachtermin optionalDas erste Smartphone
„Alle in meiner Klasse haben schon eins."
Diesen Satz hören viele Eltern früher, als sie gedacht hätten. Knapp die Hälfte der Sechs- bis Dreizehnjährigen hat ein eigenes Smartphone, bei den Zehn- bis Elfjährigen sind es 63 Prozent. (Stand: JIM-Studie 2025)
Die Frage ist deshalb oft nicht mehr, ob dein Kind ein Smartphone bekommt, sondern wann. Und wie gut ihr als Familie darauf vorbereitet seid.
Viele Eltern kennen diese Mischung: Freude über den nächsten Schritt und gleichzeitig die Sorge, was damit alles ins Haus kommt. Beides hat seine Berechtigung.
Du musst dich nicht zwischen Vertrauen und Vorsicht entscheiden.
Es gibt kein richtiges Alter
Es gibt vor allem euer Kind.
Wichtiger als das Alter ist, was euer Kind schon kann. Versteht es, welche Bilder und Informationen es verschicken darf? Kann es Sicherheitseinstellungen ändern, den Standort ausschalten, eine Kostenfalle erkennen? Weiß es, an wen es sich wenden kann, wenn etwas komisch wird? Und eventuell noch wichtiger: fühlt es sich sicher genug, diese Gespräche zu suchen?
Diese Punkte gehen wir gemeinsam durch, entlang einer Liste von Reifezeichen, die sich in der Praxis als aussagekräftig erwiesen haben.
Am Ende steht eine Einschätzung: Was kann euer Kind schon allein, wobei braucht es noch Begleitung?
Die Liste bekommt ihr vorab als PDF, damit ihr sie in Ruhe mit eurem Kind durchgehen könnt.
Welcher Einstieg zu euch passt
Vielleicht ist ein Gerät auf Probe für ein paar Wochen und mit klarer Abmachung der richtige Anfang. Vielleicht ein einfaches Tastenhandy als Zwischenschritt, vielleicht feste Smartphone-Zeiten.
Wir geben euch nicht nur Lösungsoptionen vor, sondern schauen gemeinsam, was machbar ist. Wir geben euch außerdem Beobachtungsimpulse mit, um euch immer wieder abzusichern, denn nur, weil man eine Entscheidung getroffen hat, heißt das nicht, dass man nicht auch korrigieren kann. Natürlich können wir als Eltern Situationen und Konsequenzen falsch einschätzen. Wir wollen euch ermutigen, flexibel zu bleibe und gleichzeitig halt- und strukturgebend für euer Kind.
Die Einrichtung
Kinderkonto, Bildschirmzeit, App-Berechtigungen und Datenschutzeinstellungen richten wir gemeinsam an eurem Gerät ein.
Apps installieren meist noch die Eltern. Bei knapp einem Drittel der Kinder suchen die Kinder aber schon selbst aus, was auf das Gerät kommt. Genau da setzen wir an.
Sertaç ist Datenschutzbeauftragter an seiner Schule. Deshalb schauen wir genauer hin: Welche App darf auf den Standort zugreifen? Wer kann das Adressbuch sehen? Welche Berechtigungen sind wirklich nötig und was bleibt besser aus?
Regeln, die gemeinsam entstehen
Du legst die Regeln nicht allein fest, sondern entwickelst sie mit deinem Kind.
Das heißt nicht, dass Kinder alles selbst entscheiden. Es heißt, dass sie verstehen, warum eine Regel gilt und welchen Anteil sie daran haben.
Am Ende steht ein Mediennutzungsvertrag für eure Familie, mit klaren Abmachungen zu Zeiten, Apps, Privatsphäre und dem Umgang mit Problemen.
Auf Wunsch vereinbaren wir gleich einen Termin in einigen Monaten, um zu schauen, was gut greift und was ihr anpassen müsst.
Kinder wachsen. Regeln sollten das auch. Und auch ihr als Eltern sollt in all dem ein gutes Gefühl haben können. Alles andere wird wiederum Auswirkungen auf eure Absprachen und euer Miteinander haben.
Wenn doch etwas passiert
Cybermobbing, Cybergrooming oder ein In-App-Kauf, mit dem plötzlich eine Rechnung kommt: Das sind keine Schreckensszenarien. Das sind Dinge, die vorkommen, auch wenn vorher viel gut vorbereitet wurde.
Wir besprechen, woran du solche Situationen früh erkennst und was die ersten Schritte sind.
Bei Geldfragen lohnt sich ein kühler Kopf: Minderjährige können Verträge nicht ohne Weiteres allein wirksam abschließen. Ob ein bestimmter Kauf wirksam ist, hängt unter anderem vom Alter und von den Umständen ab. Wir zeigen dir, wo du im Ernstfall hinschaust und welche Fragen du stellst.
Die ganze Familie im Blick
Ein Smartphone verändert selten nur das Kind, das es bekommt. Es verändert auch die Geschwister, die noch keines haben und manchmal den Umgang am Esstisch.
Charlott ist systemische Familientherapeutin. Sie schaut deshalb über die Regeln für dein Kind hinaus auf die Muster zwischen euch allen.
Wie gehst du selbst mit deinem Smartphone um, wenn dein Kind zuschaut? Was passiert, wenn eine Regel zum ersten Mal nicht funktioniert? Und wie löst ihr einen Konflikt ohne dass aus der Smartphone-Frage ein Grundsatzstreit wird?
Was du davon hast
Wir schauen auf eure Situation, auf euer Gerät und auf die Fragen, die dich wirklich beschäftigen und die Dynamiken, die unbewusst und unbeachtet oft noch so mitwirken.
Entscheidungen, die aus Resignation oder purem Wohlwollen dem Kind gegenüber, aber gegen das eigene Gefühl getroffen werden, werden sehr wahrscheinlich für Herausforderungen sorgen. Wir wollen gemeinsam mit euch einen Weg finden, der sich für alle Familienmitglieder stimmig und gut anfühlen darf. Und letztlich auch daran erinnern: wir Erwachsenen haben die Verantwortung und wir müssen sie auch übernehmen. Wir unterstützen dabei, dass das sicher und ohne Sorgen gelingen kann.
Umfang und Kosten
20 Min. unverbindliches Vorgespräch
3 Termine á 60 Minuten online
optional: Nachfolgetermin nach 3 Monaten (zur Zeit inklusive)
Reifezeichen-Liste als PDF vorab
Mediennutzungsvertrag inklusive
Kosten: 249 €